Praktikum im Ausland für Medizinstudenten: Pflegepraktikum und Famulatur richtig planen
Ein Praktikum im Ausland für Medizinstudenten ist in Deutschland fast immer eines von zwei Pflichtpraktika: der dreimonatige Krankenpflegedienst vor dem Physikum oder die viermonatige Famulatur danach (§ 6 und § 7 ÄApprO, 2002). Beide sind im Ausland anrechenbar – mit einer bundesweiten Ausnahme: Der hausärztliche Pflichtmonat der Famulatur muss in Deutschland stattfinden, weil § 7 Abs. 4 ÄApprO für das Ausland nur die ambulante ärztliche Krankenversorgung und das Krankenhaus nennt.
Fachlich geprüft von MUDr. Andreas Zehetner, Arzt und Fachautor bei travel4med. Stand: 18. August 2026.
Key Takeaways
Der Krankenpflegedienst dauert drei Monate und ist vor Studienbeginn oder in den unterrichtsfreien Zeiten in einem Krankenhaus oder einer Rehabilitationseinrichtung mit vergleichbarem Pflegeaufwand abzuleisten (§ 6 Abs. 1 ÄApprO). Im Ausland geleistete Zeiten können angerechnet werden (§ 6 Abs. 3).
Die Famulatur besteht aus vier Monatsabschnitten: ambulante Krankenversorgung oder Praxis, Krankenhaus oder stationäre Reha-Einrichtung, hausärztliche Versorgung und ein Wahlabschnitt (§ 7 Abs. 3 ÄApprO).
Der hausärztliche Monat kann nicht im Ausland abgeleistet werden. Die Landesprüfungsämter in Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und Sachsen-Anhalt schreiben das wortgleich in ihre Merkblätter.
Nachgewiesen wird der Krankenpflegedienst mit einer Bescheinigung nach Anlage 5, die Famulatur mit einem Zeugnis nach Anlage 6 ÄApprO – und zwar bis zur Meldung zum Zweiten Abschnitt, nicht erst bis zum Prüfungstermin.
Ob du einen Abschnitt teilen darfst, steht nicht in der ÄApprO, sondern im Merkblatt deines Landesprüfungsamts: Baden-Württemberg erlaubt bis zu fünf Abschnitte ab 14 Kalendertagen, NRW 2 × 15 Tage bei Praxis- und Wahlfamulatur, Sachsen-Anhalt gar keine Teilung.
travel4med organisiert dein Praktikum im Ausland für Medizinstudenten an Partnerkliniken in Sri Lanka, Nepal, Bali und Sansibar – inklusive der Zeugnisse nach Anlage 5 bzw. Anlage 6.
Welche Pflichtpraktika verlangt die ÄApprO im Medizinstudium?
Die Approbationsordnung für Ärzte verlangt zwei praktische Pflichtabschnitte: einen dreimonatigen Krankenpflegedienst vor der Meldung zum Ersten Abschnitt der Ärztlichen Prüfung und eine viermonatige Famulatur danach. Der Krankenpflegedienst vermittelt pflegerische Grundfertigkeiten, die Famulatur ärztliche Tätigkeiten unter Aufsicht. Beide sind Zulassungsvoraussetzung für die jeweils nächste Prüfung.
Die beiden Praktika unterscheiden sich in fast jedem Detail – Zeitfenster, zulässige Einrichtung, Nachweisformular und Auslandsregel. Diese Tabelle fasst zusammen, was für welches Praktikum gilt:
Kriterium
Krankenpflegedienst
Famulatur
Rechtsgrundlage
§ 6 ÄApprO
§ 7 ÄApprO
Dauer
3 Monate, teilbar in 3 Abschnitte à 1 Monat
4 Monate in 4 Abschnitten à 1 Monat
Zeitfenster
vor Studienbeginn oder in den unterrichtsfreien Zeiten, vor der Meldung zum Ersten Abschnitt
in den unterrichtsfreien Zeiten nach bestandenem Ersten Abschnitt, bis zur Meldung zum Zweiten Abschnitt
Einrichtung
Krankenhaus oder Rehabilitationseinrichtung mit vergleichbarem Pflegeaufwand
anrechenbar für ambulante ärztliche Krankenversorgung und Krankenhaus (§ 7 Abs. 4) – nicht für den Hausarztmonat
Wer ein Praktikum im Ausland für Medizinstudenten plant, kombiniert das Pflichtprogramm mit einem Blick in ein anderes Gesundheitssystem. travel4med organisiert genau diese Kombination an geprüften Partnerkliniken in Asien und Afrika, inklusive der Unterlagen, die dein deutsches Landesprüfungsamt für die Anerkennung sehen will. Studierst du in Österreich, gelten eine andere Systematik und andere Nachweise – die fasst unser Beitrag zu Famulaturen und KPJ in Österreich zusammen. Die Grundlagen zum Ablauf findest du in unserem Ratgeber zur Famulatur.
Fristen, Mindestdauern und Anerkennung: Wer früh plant, vermeidet Stress kurz vor der Abreise.
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Was gilt für das Krankenpflegepraktikum im Ausland?
Der Krankenpflegedienst dauert drei Monate und ist nach § 6 Abs. 1 ÄApprO vor Beginn des Studiums oder während der unterrichtsfreien Zeiten abzuleisten – und zwar in einem Krankenhaus oder einer Rehabilitationseinrichtung mit vergleichbarem Pflegeaufwand. Ein Pflegeheim, ein ambulanter Pflegedienst oder eine Arztpraxis erfüllt diese Voraussetzung nicht, egal wie pflegenah die Tätigkeit ist.
Beide Einschränkungen werden beim Praktikum im Ausland gern übersehen. Wer drei Monate Pflegepraktikum in eine laufende Vorlesungszeit legt, riskiert nicht einen, sondern alle drei Monate. Und wer im Ausland eine Einrichtung wählt, die kein Krankenhaus und keine vergleichbare Reha-Einrichtung ist, hat denselben Nachweis-Ärger. Ein im Ausland geleisteter Krankenpflegedienst kann nach § 6 Abs. 3 ÄApprO angerechnet werden – „kann“ heißt: Dein Landesprüfungsamt entscheidet, ein Automatismus ist es nicht.
Wichtig zu wissen ist außerdem, dass die ÄApprO selbst einige Vortätigkeiten zwingend anrechnet. Nach § 6 Abs. 2 ÄApprO sind unter anderem eine krankenpflegerische Tätigkeit im Sanitätsdienst der Bundeswehr, im Freiwilligen Sozialen Jahr oder im Bundesfreiwilligendienst sowie eine abgeschlossene Ausbildung als Pflegefachfrau oder Pflegefachmann, Hebamme, Notfallsanitäterin oder Notfallsanitäter anzurechnen. Das ist keine Kulanz einzelner Bundesländer, sondern Bundesrecht – prüfe also zuerst, ob du den Pflegedienst schon ganz oder teilweise erbracht hast, bevor du drei Monate im Ausland planst.
Als Alternative zum Praktikum in Deutschland organisiert travel4med dein Pflegepraktikum an Partnerkliniken im Ausland. Details zu Ablauf und Standorten findest du auf unserer Seite zum Pflegepraktikum im Ausland.
Wie läuft die Anerkennung des Pflegepraktikums im Ausland ab?
Der Krankenpflegedienst kann nach § 6 Abs. 1 Satz 3 ÄApprO in drei Abschnitten zu jeweils einem Monat abgeleistet werden. Die Landesprüfungsämter rechnen einen Monat einheitlich mit 30 Kalendertagen, also 90 Tagen insgesamt. Gezählt werden Kalendertage einschließlich Wochenenden und Feiertagen – nicht die tatsächlich gearbeiteten Tage.
Daraus folgt eine Stolperfalle, die jedes Jahr Praktika kostet: Zwölf Wochen sind nur 84 Kalendertage und reichen damit nicht. Lass dir deshalb im Ausland immer volle 30 Kalendertage je Abschnitt bescheinigen und nie „vier Wochen“. Nachgewiesen wird der Krankenpflegedienst nach § 6 Abs. 4 ÄApprO mit einer Bescheinigung nach dem Muster der Anlage 5 – nicht mit dem Famulaturzeugnis der Anlage 6, das ein anderes Formular ist.
Bevor du ein Praktikum im Ausland buchst, holst du dir die Einschätzung deines Landesprüfungsamts. Die konkreten Anforderungen an die Praktikumsstelle können sich je nach Bundesland unterscheiden, und nur dein Landesprüfungsamt entscheidet am Ende über die Anrechnung. travel4med stimmt die Programminhalte vorab mit den Anforderungen ab, die uns aus den Merkblättern der Landesprüfungsämter bekannt sind, und stellt dir nach Abschluss die passenden Bescheinigungen aus.
Welche vier Famulatur-Abschnitte gibt es – und welcher muss in Deutschland bleiben?
Die Famulatur umfasst vier Monate und wird nach § 7 Abs. 3 ÄApprO in vier Abschnitten von je einem Monat abgeleistet. Drei davon darfst du im Ausland planen, einen nicht: Der hausärztliche Pflichtmonat ist von der Anrechnung im Ausland ausgenommen, weil § 7 Abs. 4 ÄApprO dafür ausschließlich die ambulante ärztliche Krankenversorgung und das Krankenhaus nennt.
Abschnitt
Rechtsgrundlage
Im Ausland anrechenbar?
1 Monat ambulante Krankenversorgung oder geeignete ärztliche Praxis
§ 7 Abs. 3 Nr. 1
Ja – vom Wortlaut des § 7 Abs. 4 ausdrücklich erfasst
1 Monat Krankenhaus oder stationäre Rehabilitationseinrichtung
§ 7 Abs. 3 Nr. 2
Ja für das Krankenhaus; die stationäre Reha-Einrichtung nennt § 7 Abs. 4 nicht
1 Monat Einrichtung der hausärztlichen Versorgung
§ 7 Abs. 3 Nr. 3
Nein – dieser Monat muss in Deutschland stattfinden
1 Monat Wahlfamulatur (auch andere geeignete Einrichtung)
§ 7 Abs. 3 Nr. 4
Nur eingeschränkt: § 7 Abs. 4 nennt die „andere geeignete Einrichtung“ nicht
Der Hausarzt-Ausschluss ist keine Bundesland-Besonderheit. Das Landesprüfungsamt NRW schreibt: „Die Famulaturen können mit Ausnahmen der Hausarztfamulatur auch im Ausland abgeleistet werden.“ Baden-Württemberg formuliert es zur hausärztlichen Famulatur so: „Sie kann nicht im Ausland abgeleistet werden.“ Und Sachsen-Anhalt hält fest: „Die Hausarztfamulatur kann nicht im Ausland absolviert werden.“ Plane diesen Monat also fest in Deutschland ein – wie das Anerkennungsverfahren im Detail abläuft, beschreibt unser Beitrag Famulatur im Ausland anerkennen lassen.
Bei den letzten beiden Zeilen der Tabelle lohnt eine Nachfrage: Der Wortlaut des § 7 Abs. 4 erfasst weder die stationäre Reha-Einrichtung noch die „andere geeignete Einrichtung“ des Wahlmonats. Die Verwaltungspraxis ist teilweise großzügiger – das LPA NRW schreibt zu Auslandsfamulaturen schlicht: „Für Auslandsfamulaturen gelten dieselben oben genannten Regeln.“ Ob dein Landesprüfungsamt einen solchen Abschnitt akzeptiert, ist damit Auslegungssache. Planst du ihn als Praktikum im Ausland, frag vorab schriftlich nach, statt es auf einen Bescheid nach der Rückkehr ankommen zu lassen.
Als Famulantin oder Famulant nimmst du unter ärztlicher Aufsicht Patientinnen und Patienten auf, erhebst eine Anamnese und übernimmst einfache Tätigkeiten wie Blutabnahmen. Bist du unsicher, fragst du die betreuende Ärztin oder den betreuenden Arzt – das gehört zur Ausbildung dazu.
Wann darfst du famulieren – und darfst du einen Abschnitt teilen?
Die Famulatur ist nach § 7 Abs. 5 ÄApprO während der unterrichtsfreien Zeiten zwischen dem bestandenen Ersten Abschnitt und dem Zweiten Abschnitt der Ärztlichen Prüfung abzuleisten. Der Nachweis ist bereits bei der Meldung zum Zweiten Abschnitt vorzulegen. Plane deinen letzten Famulaturmonat deshalb vor dem Meldetermin, nicht vor dem Prüfungstermin – dazwischen liegen mehrere Monate. Wer sein Praktikum im Ausland auf den letzten Moment legt, verliert genau hier Zeit.
Ob ein Urlaubssemester als unterrichtsfreie Zeit zählt, handhaben die Landesprüfungsämter unterschiedlich, und der Unterschied ist teuer. NRW zählt die „Beurlaubung“ ausdrücklich zu den unterrichtsfreien Zeiten, Baden-Württemberg nennt neben den Semesterferien ebenfalls das „Urlaubssemester“. Sachsen-Anhalt schließt genau das aus: „Famulaturen dürfen auch in einem Urlaubssemester nur während der unterrichtsfreien Zeiten erbracht werden.“ Kläre das schriftlich mit deinem eigenen Landesprüfungsamt – zuständig ist es, nicht die Universität. Muss deine Fakultät wegen des Ausbildungsplans Semesterzeiten in Anspruch nehmen, verlangt Baden-Württemberg dafür das Dienstsiegel der Medizinischen Fakultät auf dem Famulaturzeugnis.
Beim Teilen eines Abschnitts gilt dasselbe Muster: Die ÄApprO regelt es gar nicht. § 7 nennt weder eine Tageszahl noch eine Teilbarkeitsregel, also entscheidet dein Bundesland. Baden-Württemberg erlaubt eine Aufteilung in bis zu fünf Abschnitte mit einer Mindestdauer von 14 Kalendertagen. NRW lässt Praxis- und Wahlfamulatur in zwei zusammenhängende Teilabschnitte à 15 Tage teilen, während Krankenhaus- und Hausarztfamulatur 30 zusammenhängende Tage bleiben müssen. Sachsen-Anhalt lässt überhaupt keine Splittung zu: „Kürzere Abschnitte als 30 Kalendertage sind nicht zulässig und werden nicht angerechnet.“
Auch bei den klinisch-theoretischen Fächern lohnt der Blick ins eigene Merkblatt statt in ein fremdes. Sachsen-Anhalt erkennt eng begrenzte Bereiche mit nachgewiesenem Patientenkontakt an – die Gewaltopferambulanz der Rechtsmedizin, die humangenetische Beratungsstelle, die Lipidambulanz – und schließt die Pathologie ausdrücklich aus: „Famulaturen in der Pathologie sind nicht anrechnungsfähig!“ NRW nennt die Pathologie umgekehrt als mögliches Beispiel für eine Wahlfamulatur. Dieselbe Famulatur kann also in einem Bundesland zählen und im anderen nicht.
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Wie klärst du die Anerkennung mit deinem Landesprüfungsamt?
Das Landesprüfungsamt (LPA) ist die Behörde deines Bundeslandes, die Krankenpflegedienst, Famulatur und Studienleistungen für die Zulassung zur Ärztlichen Prüfung anerkennt. Zuständig ist in der Regel das LPA des Bundeslandes, in dem du Humanmedizin studierst. Ohne Immatrikulation in Deutschland richtet sich die Zuständigkeit nach dem Geburtsort; liegt auch der außerhalb Deutschlands, ist das LPA Nordrhein-Westfalen zuständig.
Die Anrechnung einer Auslandsfamulatur ist eine Kann-Entscheidung, und die Länder organisieren sie unterschiedlich. Baden-Württemberg verlangt einen formlosen Antrag mit eigenem Vordruck und erhebt dafür „eine Gebühr von zurzeit 30,00 €“. NRW empfiehlt, die Auslandsfamulatur sofort nach der Rückkehr vorzulegen, macht es aber nicht zur Pflicht. Sachsen-Anhalt schreibt ausdrücklich: „Eine Anrechnung vor Prüfungsanmeldung ist nicht zwingend erforderlich!“ Eine Vorabklärung kostet dich also wenig und schützt dein Praktikum im Ausland vor dem teuersten Fall – einem Monat, den niemand anerkennt.
So gehst du dabei vor:
Bestimme dein zuständiges Landesprüfungsamt über den Studienort (ersatzweise den Geburtsort).
Lade das aktuelle Merkblatt zur Famulatur bzw. zum Krankenpflegedienst deines LPA herunter und prüfe Splitting-Regel, Zeitfenster und anerkannte Einrichtungstypen.
Frage schriftlich an, ob die konkrete Partnerklinik und der geplante Abschnitt anerkannt werden – mit Land, Einrichtungsart und Zeitraum.
Kläre, ob dein Land einen Antrag vor der Abreise verlangt und ob eine Gebühr anfällt.
Lass dir vor Ort das Zeugnis nach Anlage 6 (Famulatur) bzw. Anlage 5 (Krankenpflegedienst) mit vollen 30 Kalendertagen je Abschnitt ausstellen, nicht vordatiert.
Reiche die Unterlagen direkt nach der Rückkehr ein, fremdsprachige Zeugnisse mit beglaubigter Übersetzung inklusive Stempel der Einrichtung.
Warum lohnt sich ein Praktikum im Ausland für Medizinstudenten?
Ein Praktikum im Ausland für Medizinstudenten verbindet die Pflichtzeiten aus §§ 6 und 7 ÄApprO mit klinischer Erfahrung in einem anderen Gesundheitssystem. Du siehst andere Krankheitsbilder, arbeitest mit knapperen Ressourcen und verbesserst dein medizinisches Englisch – Punkte, die dich später in Bewerbungsgesprächen von Kommilitoninnen und Kommilitonen mit reiner Inlandsbiografie unterscheiden.
Belastbare bundesweite Zahlen dazu, wie viele Medizinstudierende ins Ausland gehen, fehlen allerdings. Deutsche Fakultäten erfassen Auslandsaufenthalte kaum systematisch – die Autorinnen und Autoren einer der wenigen Langzeitauswertungen halten ausdrücklich fest, dass ein Monitoring solcher Praktika nicht Routine ist und die fehlende systematische Datenerhebung eine Barriere darstellt. Ihre Zahlen stammen aus der Studierendenkartei einer einzigen privaten Fakultät, der Universität Witten/Herdecke: Von den zwischen 2001 und 2014 eingeschriebenen Jahrgängen absolvierten dort im Median 51 Prozent der Medizinstudierenden mindestens ein internationales Wahlpraktikum (Interquartilsabstand 38 bis 67 Prozent); ausgewertet wurden 431 Studierende mit 1.122 Praktika (Weigel et al., International Health 13(5), 2021). Repräsentativ für alle deutschen Fakultäten ist das nicht – aber es ist die belastbarste Zahl, die es derzeit gibt.
Praktisch heißt das: Die Nachfrage ist da, die Organisation liegt in Deutschland aber weitgehend bei dir. Wie du sie finanzierst, zeigen unsere Ratgeber zur Auslandspraktikum-Finanzierung und zum Auslandspraktikum via Erasmus – Erasmus+ fördert übrigens auch Praktika außerhalb Europas, tropische Zielländer eingeschlossen.
So unterstützt travel4med dich bei Pflegepraktikum und Famulatur im Ausland
travel4med organisiert dein Pflegepraktikum oder deine Famulatur an einem unserer Partnerkrankenhäuser und übernimmt die Abstimmung mit den Anforderungen, die uns aus den Merkblättern der Landesprüfungsämter bekannt sind. So sparst du dir die aufwändige eigene Praktikumssuche, und dein Praktikum im Ausland für Medizinstudenten steht auf Unterlagen, die dein Amt kennt.
Der Ablauf ist klar strukturiert:
Kostenloses Beratungsgespräch zu Wunschzeitraum, Zielland und Praktikumsart
Vorabklärung mit deinem Landesprüfungsamt, welcher Abschnitt anerkannt wird
Auswahl der passenden Partnerklinik und des Standorts
Abstimmung der Programminhalte mit den uns bekannten LPA-Anforderungen
Organisation von Anreise, Unterkunft, Visum und Versicherung
Ausstellung der Bescheinigungen nach Anlage 5 bzw. Anlage 6 nach Abschluss
Plane dein Pflegepraktikum oder deine Famulatur im Ausland mit vollständigen Anerkennungsunterlagen. Wir organisieren deinen Aufenthalt an geprüften Partnerkliniken in Sri Lanka, Nepal, Bali und Sansibar, inklusive Unterkunft und Vorbereitung. Die Anrechnung selbst ist nach § 6 Abs. 3 und § 7 Abs. 4 ÄApprO eine Kann-Entscheidung deines Landesprüfungsamts, und den hausärztlichen Pflichtmonat planst du in Deutschland ein. Sichere dir jetzt deine kostenlose Beratung und geh gut vorbereitet in dein Auslandspraktikum.
Wo kannst du dein Praktikum im Ausland für Medizinstudenten absolvieren?
Für ein Praktikum im Ausland für Medizinstudenten mit intensiver klinischer Betreuung eignen sich unsere Standorte in Sri Lanka, Nepal, Bali und Sansibar. An jedem Standort arbeitest du in einem etablierten Teaching Hospital mit lokalem Team; Organisation, Unterkunft und Ansprechpartner:innen vor Ort übernehmen wir.
Wichtig vor der Buchung ist die Einreisefrage, und sie wird regelmäßig unterschätzt. Für Sri Lanka reicht die touristische ETA für eine Famulatur oder ein Pflegepraktikum nicht: Das Visit Visa verbietet jede Beschäftigung, bezahlt oder unbezahlt. Nepal kennt im Visakatalog gar keine Praktikumskategorie, und das Touristenvisum deckt weder Erwerbstätigkeit noch unbezahlte Tätigkeiten ab. Für Indonesien und damit Bali ist ein vor der Einreise beantragtes Visum der Kategorie C22A („Visa Program Magang – Akademik“) das richtige Dokument, nicht das Visa on Arrival. Für Tansania und Sansibar brauchst du in jedem Fall ein Visum und seit Oktober 2024 zusätzlich die verpflichtende Einreiseversicherung für Sansibar. Die Details stehen in unseren Beiträgen zum Visum für Sri Lanka und Nepal und zum Visum für Bali und Sansibar.
Einen Überblick über alle Optionen findest du auf unserer Standorte-Seite; echte Eindrücke liefern die Erfahrungsberichte anderer Medizinstudierender. Führt dein Weg ins Medizinstudium über das europäische Ausland, hilft dir unser Schwesterportal dein-medizinstudium.de bei der Studienplatzsuche weiter.
Noch Fragen offen?
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Ein Praktikum im Ausland für Medizinstudenten lohnt sich, wenn du Fristen und Anerkennungsregeln früh im Blick hast. Krankenpflegedienst und Famulatur nach §§ 6 und 7 ÄApprO lassen sich gut mit einem Auslandsaufenthalt verbinden – solange du den hausärztlichen Monat in Deutschland einplanst und die Anerkennung vorab mit deinem Landesprüfungsamt klärst. travel4med übernimmt die Organisation an geprüften Partnerkliniken, von der Beratung bis zur Bescheinigung. Vereinbare jetzt ein kostenloses Beratungsgespräch und starte gut vorbereitet in dein Pflegepraktikum oder deine Famulatur im Ausland.
Bezirksregierung Düsseldorf, Landesprüfungsamt für Medizin, Psychotherapie und Pharmazie: Merkblatt Famulatur, Stand 15.08.2025 - brd.nrw.de (abgerufen 18.08.2026)
Regierungspräsidium Stuttgart, Landesprüfungsamt: Merkblatt „Famulatur im Medizinstudium“, Stand August 2025 - rp.baden-wuerttemberg.de (abgerufen 18.08.2026)
Landesverwaltungsamt Sachsen-Anhalt, Landesprüfungsamt für Gesundheitsberufe: Hinweise zur Ableistung der Famulatur, Stand 26.05.2025 - lvwa.sachsen-anhalt.de (abgerufen 18.08.2026)
Weigel R, Wiegand L, Balzereit S, Galatsch M: „International medical electives for medical students at a German university: a secondary analysis of longitudinal data“, International Health 13(5), 485–487 - pmc.ncbi.nlm.nih.gov (2021, DOI: 10.1093/inthealth/ihab009)